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Was viele meiner Klienten über mich wissen wollen, interessiert vielleicht auch Sie.

Als Teamentwicklerin, Coach und Beraterin bringe ich mich selbst mit meiner ganzen Persönlichkeit ein und trete in enge Beziehung zu meinen Klienten. Natürlich interessiert meine Klienten dann auch, mit wem sie es zu tun haben, was für ein Mensch ich bin, welchen Lebensweg ich gegangen bin und welche Erfahrungen mich geprägt haben. Die Fragen, die mir dabei am häufigsten gestellt werden, habe ich hier zusammengestellt. Ihre persönlichen Fragen beantworte ich Ihnen gerne individuell.


1. Wie kommt eine Frau der Reklame zur Psychotherapie?
Mitte 30, nach über 10 Jahren als Kundenberaterin in der Werbung, gärte in mir die Frage, ob das beruflich nun alles gewesen sein sollte. Ob ich auch die nächsten 30 Jahre Werbung machen wollte. Und gleichzeitig die Frage, was denn sonst. Ich hatte ja nichts anderes gelernt. Nicht dass es mir langweilig gewesen wäre. Ich hatte ein abwechslungsreiches Aufgabenfeld, hatte neben meiner Beratertätigkeit auch die Aufgabe, Werbekaufleute in unserer Agentur auszubilden, hatte zwei Kinder, einen Mann und einen Haushalt. Nachdem diese Fragen sich aber nicht "verflüchtigten", sondern immer lauter wurden, machte ich mich daran, herauszufinden, was ich denn tatsächlich aus meinem Leben machen wollte.

Bei meinen Recherchen stieß ich auf das Buch von Uta Glaubitz "Der Job, der zu mir passt". Ein Buch zur selbständigen Durchführung eines Workshops zur beruflichen Visionssuche. Dabei zeigten sich bei mir zwei große Schwerpunkte: Zum einen meine Stärke, Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen, mein "psychologisches" Gespür und meine Begeisterung für Menschen. Zum anderen meine große intrinsische Motivation, wenn es darum geht, mich in der Natur zu bewegen, anderen Menschen meine Freude an der Natur näher zu bringen. Im Laufe dieses Denkprozesses standen schließlich zwei neue Berufsfelder auf dem noch weißen Papier: psychologische Beraterin und Erlebnispädagogin.

Während der intensiven Ausbildungsphase, die ich dann berufsbegleitend absolvierte, merkte ich, dass eine weitere Entscheidung anlag: Wenn meine neuen Berufe mehr als nur Hobby werden sollten, musste ich mich entscheiden. Zusätzlich zu meinen Aufgaben als Familienfrau konnte ich entweder in der Werbung arbeiten oder aber in den neuen Berufen. Ich entschied mich für ein Existenzgründer-Coaching durch das RKW und entwickelte einen Businessplan für mein eigenes kleines Unternehmen. Da kam die Betriebswirtin in mir durch, denn die Zahlen mussten stimmen. Das Ergebnis sah vielversprechend aus und so kündigte ich Ende 2004 bei meiner Werbeagentur und startete am 1. April 2005 in die Selbständigkeit. Durch die vielen Kontakte, die ich bis dahin in meinen neuen Bereichen aufgebaut hatte, war ich von Anfang an gut beschäftigt.

Nun liegen über 10 Jahre Selbständigkeit hinter mir, ich habe viele Höhen und auch einige Tiefen erlebt. Ich empfinde es als einen großen Luxus, das als Beruf auszuüben, was ich aus mir heraus einfach gerne mache, was mich glücklich und zufrieden macht. Meine Erfahrungen aus der Werbung haben sich übrigens auch in meinen neuen Berufen als sehr hilfreich erwiesen: Analytisches Denken, Konzeptionen zu entwickeln, Menschen für Ideen zu gewinnen, Präsentationen auf der obersten Managementebene zu halten, das alles ist mir in Fleisch und Blut übergegangen und steht mir als wichtige Ressource zur Verfügung.

Wie bei vielen anderen Menschen auch, lag auch meinem Neuanfang eben doch eine innere Logik zu Grunde.

2. Welchen Ausbildungsweg haben Sie gewählt und warum?
Bei der Suche nach erlebnispädagogischen Ausbildungen war schnell klar, dass es für Nicht-Pädagogen nur sehr wenige Ausbildungseinrichtungen gab. Als Christin wollte ich eine psychologische Ausbildung beginnen, in der auch die christliche Spiritualität ihren Platz hatte.

So startete ich im Frühjahr 2003 mit meiner Ausbildung zur christlichen Lebensberaterin bei der Bildungsinitiative und im Herbst 2003 zur Erlebnispädagogin an der ev. Akademie in Bad Boll. Nachdem der erste Schritt getan war, ging der Rest fast wie von alleine. Während meiner Ausbildungen lernte ich einen ganz anderen Personenkreis kennen als in meiner bisherigen Tätigkeit in der Werbung: Pädagogen, Psychologen, Outdoor-Trainer, Theologen, Berater, Psychiater. Durch die neuen Kontakte kam ich schnell ins Arbeiten - als Online-Seelsorgerin, als Erlebnispädagogin.

Das waren meine zwei "Basis-Ausbildungen". Inzwischen sind viele kleinere und größere Fort- und Weiterbildungen hinzugekommen. Und es werden weitere folgen - in diesem Berufsfeld gehört Lernen einfach dazu.


3. Was ist das eigentlich für eine Ausbildung - christliche Lebensberatung?
Die Ausbildung zur christlichen Lebensberatung ist eine breit gefächerte, ganzheitliche Lebensberaterausbildung. Sie vermittelt fundiertes Wissen aus psychologischen, psychotherapeutischen, theologischen und pädagogischen Ansätzen. Dazu - und das unterscheidet sie von anderen Ausbildungen – erwerben christliche Lebensberater seelsorgerliche Kompetenzen. Die Methodenvielfalt ist ein weiteres Kennzeichen dieser Ausbildung: Christliche Lebensberater arbeiten mit Methoden aus der kognitiven Verhaltenstherapie, der systemischen Therapie, der Individualpsychologie, der Körpertherapie und der Gesprächspsychotherapie nach Rogers. Darüber hinaus sorgen Selbsterfahrung, ein 6-wöchiges Praktikum und regelmäßige Supervision für ein professionelles Arbeiten. Die Beratung ist konfessionsübergreifend.


4. Muss ich Christ sein, um mich von Ihnen beraten zu lassen? Oder kommen Sie mir womöglich mit der missionarischen Keule?
Ein klares Nein auf beide Fragen. In meiner Arbeit mit Menschen stehen ebendiese im Mittelpunkt. Sie entscheiden, was passiert, wieviel passiert, worüber wir reden, wie tief wir gehen. Meine Klienten sind der Chef. Ich sehe mich als "Entwicklungshelferin" oder "Problemlöseassistentin". Manchen Klienten ist es sehr wichtig, zu wissen, dass sie mit mir über Glaubensfragen, Glaubenszweifel oder ihr Gottesbild reden können. Für andere spielen diese Themen keine Rolle. Manchmal kommt es im Laufe einer Beratung auch zu spirituellen Fragen: Gibt es jemanden oder etwas, worauf ich mich immer verlassen kann? Jemand, der mich nicht enttäuscht? Gerade Menschen, die schwere Verletzungen von anderen Menschen erfahren haben, sehnen sich nach einer Liebe, die verlässlich da bleibt und nicht so schwankend ist wie die Liebe bei Menschen. Oder Fragen wie: Was ist mein Auftrag, meine Berufung in diesem Leben? Wie komme ich an meine inneren Quellen heran? Hier kann dann – wenn meine Klienten das wollen – die christliche Spiritualität in der Beratung eine weitere Dimension eröffnen, und zwar unabhängig von der Konfession. Selbstverständlich prägt mein Glaube auch meine Arbeit, mein Menschenbild und meine Werte. Ich verpflichte mich in meiner Arbeit den ethischen Leitlinien der Bildungsinitiative, die Sie unter http://www.bildungsinitiative.net/download/allgemein.htm finden.


5. Was bedeutet das HPG hinter Psychotherapie?
HPG steht für Heilpraktikergesetz. Ich habe über eine staatliche Zulassungsprüfung nach dem Heilpraktikergesetz die Berechtigung erworben, Menschen, die an psychischen oder psychosomatischen Störungen leiden, psychotherapeutisch zu behandeln.


6. Adventure Based Counseling (ABC) - was bedeutet denn das?
Sinngemäß übersetzt ist es ein Beratungskonzept für Teams und Einzelpersonen, bei dem das Abenteuer als Instrument für Veränderungsprozesse genutzt wird. Entwickelt wurde das Konzept von Project Adventure, einer pädagogischen Non-Profit-Organisation in den USA. Abenteuer beginnen dort, wo wir gewohntes Terrain verlassen und das Ungewisse wagen. In diesem Sinne beginnen Abenteuer direkt vor der Haustüre oder auch im Seminarraum. Abenteuer inspirieren zu neuen Denk- und Sichtweisen. Sie ermutigen uns, Handlungsalternativen zu entdecken und gleich auszuprobieren. Darin liegt ihre große Stärke. In ABC-Trainings inszenieren wir Abenteuer, um Menschen in ihren Veränderungsprozessen ganz anschaulich zu begleiten.


7. Muss ich für diese Abenteuer besonders sportlich sein? Oder ist das womöglich gefährlich?
Alles, was die Teilnehmer eines ABC-Trainings brauchen, ist die Bereitschaft, sich auf etwas Neues einzulassen. Besondere Sportlichkeit ist keine Voraussetzung, durchschnittliche körperliche Fitness reicht vollkommen. Die physische und emotionale Sicherheit steht bei allen Trainings an oberster Stelle. Alle eingesetzten Trainer verfügen über Fachausbildungen und mehrjährige Erfahrung in Methodik und Teamentwicklung.


8. Und wenn mir ein Abenteuer zu abenteuerlich wird, muss ich dann trotzdem mitmachen?
Wir arbeiten nach dem Grundsatz "challenge by choice". Das bedeutet, dass jeder über den Grad der Herausforderung selbst entscheidet. Eigene Grenzen erkennen und die der anderen zu akzeptieren, sind wichtige Ziele in ABC-Trainings. Für manche Menschen kann dies der Beginn einer ganz neuen Wahrnehmung von sich selbst sein. Die Erfahrung, dass ich zu meinen Grenzen stehen darf und dass meine Teamkollegen sie akzeptieren, ist häufig der Türöffner für verbesserte Interaktionen im Team.